
Am 7. und 8. Juni 2010 fand das fünfte Facility Management Kolloquium unter dem Titel „Industrial Services vs. Facility Services?“ statt.
Während des Vorabendprogrammes hatten die Teilnehmer die Gelegenheit, die East Side Gallery zu besichtigen. Bei einer Führung entlang des längsten noch erhaltenen Mauerabschnitts in der Berliner Innenstadt gab es, neben historischen Fakten zur Mauer, Hintergründe zu den bekanntesten Motiven der größten Freiluftgalerie der Welt zu hören. Verpackt in kleine skurrile und lustige Geschichten über die Künstler und die historischen Grundlagen einiger Motive wurde insbesondere auch die Problematik der Sanierung des Mauerabschnittes sowie der Umgang mit den Gemälden während der Sanierung veranschaulicht.
Im Anschluss an die Führung konnten die Teilnehmer sich bei einem Buffet und Jazzmusik im EnergieForum näher kennen lernen und erste Diskussionen zur Thematik des diesjährigen FMK führen.
In einer geschichtlichen Analogie zum Thema des FMK fand der Hauptveranstaltungstag im Backsteinbau des historischen Kesselhauses des Unfallkrankenhauses Berlin inmitten der sommerlich grünen Umgebung des Wuhletals statt.
Die 110 Teilnehmer erwarteten sieben spannende Vorträge, welche die Thematik aus unterschiedlichen Ansatzpunkten und Blickwinkeln beleuchteten.
Herr Noll, Manager Mobile Equipment Europe der Adam Opel AG, zeigte zum Beispiel in seinem Referat auf, wie durch die Zentralisierung von Services in einer einheitlichen Organisationsstruktur Auslastungen optimiert und damit Kosten eingespart werden könnten.
Welche Probleme entstehen können, wenn im Zuge des Outsourcing von Facility Services die Verantwortungen nicht eindeutig geklärt und gebündelt werden, zeigte hingegen Herr Ehlers, Director Health, Safety & Environment bei der Bombardier Transportation GmbH, in seinem Erfahrungsbericht auf.
Herr Kleber, Leiter des Gebäudemanagements der Infraserv GmbH & Co. Höchst KG, sprach über die Abgrenzung zwischen Standortbetrieb und Kerngeschäft. Dabei ging er insbesondere auf die Bedeutung der Schnittstellendefinition als Voraussetzung für die Vergabe von Leistungen an externe Dienstleister ein.
Auch in der Podiumsdiskussion wurde angeregt zur streitbaren Thematik „Industrial Services vs. Facility Services?“ diskutiert. Es wurde die Frage besprochen, worin der Unterschied zwischen den Servicearten besteht und ob diese Trennung zweckmäßig ist. Außerdem wurde die Frage erörtert, welche vertraglichen und organisatorischen Voraussetzungen geschaffen werden müssen, um eine sinnvolle und optimale Einbindung der Facility Services zu gewährleisten.
Die Veranstaltung fand auch in diesem Jahr großen Anklang, so dass bereits gespannt auf das Facility Management Kolloquium 2011 gewartet wird.
Die Veranstaltungsreihe Facility Management Kolloquium findet seit dem Jahr 2006 regelmäßig statt. In dieser Zeit hat sie sich zu einer der erfolgreichsten und bekanntesten Veranstaltungsreihen rund um „Facility Management Themen“ entwickelt.
Für die Durchführung der Veranstaltung, die komplette Vorbereitung und Organisation des Facility Management Kolloquiums sind Studierende, vor allem von der Beuth Hochschule für Technik Berlin und der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin verantwortlich. Die Studierenden arbeiten mit Freude und Zielstrebigkeit daran, das theoretisch Erlernte praktisch umzusetzen. Ermöglicht wird dies durch die fachliche Führung und Projektsteuerung der BAUAKADEMIE sowie durch die Unterstützung von RealFM e.V.
Informationen und Impressionen zur Veranstaltung finden Sie unter www.fm-kolloquium.de.
Hier finden Sie den Text als PDF.
